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Wissenswerte über Coca Cola

C O C A C O L A das koffeinhältige Erfrischungsgetränk Autor: Michael Roth M.Roth@magnet.at 2:313/28.305 Quellen: Römpp Chemie Lexikon Anorganische Chemie "Hollemann - Wiberg" Viktor Obendrauf 

1. Historisches: ---------------- Entdecker: John Styth PEMPERTON, Drogist Herstellungsdatum: 1885 Am 8. Mai 1886 hat ein amerikanischer Drogist auf der Suche nach einem neuen Allheilmittel erstmals aus Wasser, Zucker, Kolanüssen, Coca- Strauchblättern und einigen bis heute (!) offiziell geheim gehaltenen (natürlichen) Aromastoffen ein Gebräu geschaffen, das letztlich nicht als Medizin gegen Abgeschlagenheit und Völlegefühl, sondern als Erfrischungsgetränk einen unbeschreiblichen Siegeszug in über 160 Ländern der Welt antrat. 

2. Allgemeines: --------------- Im Zeitalter der Spurenanalytik und staatlichen Lebensmittelkontrollen dürfte die historischgewachsene Geheimniskrämerei um das genaue Rezept jedoch nur mehr von der Werbeabteilung der Weltfirma wirklich ernst ge- nommen werden. Trotzdem sind jedoch Gerüchte über verschiedene gesundheitsgefährdende Wirkungen durch unbekannte Inhaltsstoffe im Coke nie ganz verstummt. Vor allem der niedrige pH-Wert gibt immer wieder Anlaß zu schaurigen Spekulationen: Coca-Cola könnte Fleisch zersetzen, ähnlich aggressiv würden Magenwände angegriffen. Verfärbte und gequollene Fleischstücke, die in Colagetränken gelagert worden waren, werden als Beweis angesehen. Daß ähnliche Effekte auch in Mineralwasser beobachtbar sind, weil im sauren Milieu u.a. dem Fleisch Stickstoff entzogen wird, ist schon weniger bekannt. Der Gehalt an Phosphorsäure als Säuerungsmittel in Cola- getränken scheint manchmal überhaupt suspekt: Sogar 0,1 molare (= ca. 1%ige) Lösungen mit entsprechend phosphatierender Wirkung auf Eisen kolportiert. 

3. Inhaltsstoffe: ----------------- Zu 99% besteht Coca-Cola aus Wasser und Zucker. Zuckeranteil: 11-12% Coffein : ca. 16 mg / 100ml Extrakte von Kolanüssen, bitteren Pomeranzen, Johannisbrotbaum und Ingweressenz Kohlensäure, Wasser, brauner Karamelzucker (Zuckerkulör E 150) als Farbstoff, natürliche Aromen und Säuerungsmittel Orthophosphorsäure (E 338); ph-Wert: 2,7 Einzelanalyse: - 100 g Colagetränke enthalten ungefähr: Energie: 46,4 Kcal Wasser : 88,0 g Kohlenhydrate: 11,0 g Natrium : 7,0 mg Kalium : 1,0 mg Calzium : 4,0 mg Magnesium: 1,0 mg Phosphor: 15,0 mg Vitamine: keine Die Kolanuß (Samenkern das Kolabaums - Sterculiaceae (Cola vera)) enthält durchschnittlich in der getrockneten Form: 12,0% Wasser 9,0% Eisweisstoffe 3,5% Gerbstoffe 44,0% Stärke 1,6% Alkaloide 

4. Physiologische Wirkung: -------------------------- 4.1. Coffein: Der Coffeingehalt dürfte sich erst nach exzessiven Cola-Konsum be- merkbar machen. Ca. 160 mg Coffein/l Cola, daß entspricht etwa 2-3 Tassen Kaffee. Coffein wirkt auf das ZNS (Zentrale Nervensystem), da es durch Hemmung der Phosphodiesterase die Umwandlung des cAMP in AMP verzögert. Mäßige Coffeinmengen regen Herztätigkeit, Stoffwechsel und Atmung an, der Blutdruck, die Körpertemperatur und Blutumlaufgeschwindigkeit steigen, die Blutgefäße im Hirn erweitern sich ein wenig, während sie sich in den Eingeweiden verengen. Weiters wirkt Coffein harntreibend (Diurektikum). Die bessere Durchblutung im Großhirn, sowie eine Anhebung der Stimmung, eine vorübergehende Besserung der Arbeitsleistung und die Verscheuchung von Müdigkeit sind die Folge von Coffeingenuß. Coca Cola sollte aber nicht mit Alkohol gemischt werden. Der Chronische Mißbrauch von Coffein kann aber zu einer leichten Form von Abhängigkeit führen, die bei Entzug zu Kopfschmerzen führt. Höhere Coffein-Dosen rufen ein Händezittern, Blutandrang im Kopf und einem Druck in der Herzgegend hervor. Die letale Dosis von Coffein liegt für den Menschen bei etwas 10 g. Empfindliche Menschen sollten einen übermäßigen Coffeingenuß vermeiden. 4.2. Zuckeranteil: Der rasch resorbierbare Zuckeranteil von 11-12% (!) ist es auch, der den Cola-Trinker munter und aktiv macht. Doch Diabetiker und Diätenhalter sollten von der Kalorienflut die Finger lassen. 4.3. Orthophosphorsäure: Diese dient als Säuerungsmittel und geschmackliche Abrundung im Cola. Wie die Phosphate, geriet diese vor Jahren in den Verdacht, bei Kindern, das hyperkinetische Syndrom hervorzurufen. Wissenschaftlich wirklich be- stätigt konnte diese Theorie bis heute nicht werden. Anorganische Phosphorsäuren und Phosphate findet man natürlicherweise zum Glück in vielen Lebensmitteln. Phosphate gibt es vorallem in Eiern, Nüssen, Käse und Milch. Wenn Kinder von Cola-Getränken überaktiv werden, dürfte das eher am Coffein liegen. Zuwenig Phosphat könnte sogar zu Knochenbildungsstörungen führen. Über- schüssiges Phosphat wird normalerweise hormongesteuert ausgeschieden. Michael Roth